300 Kilometer mit dem Fahrrad nach Oasis

Kurz vor 5:00 Uhr morgens began die Fahrt mit dem Fahrrad nach Oasis. Die Abfahrt war bei Kilometer 8 am Corredor Comercial Manitoba.
Es war ein kalter Morgen mit einer Temperatur von ein paar Grad unter Null. Ein leichter Wind aus dem Süd-westen erschwerte die ersten acht Kilo-meter, die in den Süden gingen. Das Gesicht fühlte etwas betäubt an von der Kälte. Doch als die Fahrt Richtung östlich wendete war die Kälte schon erträglicher.
So began die Fahrt von Abram Siemens als er am 13. März nach Oasis fuhr. Am Tag vorher blies der Sturm aus dem Westen, und am Nachmittag schneite es sogar noch etwas. Die Organisatoren der Steinreich Bibel-schule erwägten, ob die Fahrt auf einen anderen Tag verlegt werden sollte. Doch Siemens meinte, es sei am besten, den vereinbarten Tag einzuhalten.
Nach einem langen Tag von 13 Stunden etwa um 6:00 Uhr nachmittags kam Siemens am Ziel an. Davon fuhr er etwas über elf Stunden. Fast zwei Stunden brauchte er für Pausen, um zu essen und auszuruhen.
Welches waren die besten und welches die schwierigsten Strecken?
Eine der schwierigsten Strecken war die erste. Die acht Kilometer gegen den kalten Wind. Es fuhr sich schwer, und die Frage stieg hoch, ob die Beine den langen Tag aushalten würden. Doch da der Wind sich legte, wurde die Fahrt leichter und der Mut größer. Doch als ich nach 45 Kilometer bei der Caseta de Cobro ankam, konnte ich noch nicht klar sprechen, das Gesicht war von der Kälte noch etwas steif.
Eine der besten Strecken war die Strecke von Kilometer 35 (nahe dem Entronque nach Parral) bis Chihuahua. Hier blies der Wind von hinten, und es ging leicht abwärts, für etwa 25 Kilometer. Hier fuhr ich eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 45 Kilometer die Stunde. Wenn der Wind die ganze Strecke so helfen könnte, wäre es leicht gewesen.
Doch von Chihuahua nach Aldama herrschte fast Windstille, und zudem aus dem Süden. Der leichte Wind bremste sogar ein bischen. Dann von Aldama wurde es schwer. Als ob der Körper an Kraft verlor. Die Hände wurden müde von sich auf der Lenkstange zu stützen. Hier fing ich an zu zweifeln, ob ich es bis Oasis schaffen würde. Doch nach einer Weile, etwa anderhalb Stunden von Chihuahua merkte ich, dass von Aldama östlich eine leichte Steigung war. Später gings mehr abwärts und der Wind drehte sich nach Westen. Jetzt ging es besser.
Die schnellste Strecke war von Kilometer 10 auf dem neuen Hochweg nach Oasis bis Kilometer 39, ein paar Kilometer vor der Caseta de Cobro. Hier ging es leicht abwärts und mit dem Wind im Rücken. Diese Strecke von 28 Kilometern dauerte nur etwas über 35 Minuten.
Bei der Caseta de Cobro machte ich eine Pause. Von da sind noch mehrere leichte Steigungen, die erste schon von der Caseta de Cobro. Aber ironischerweise war es die Strecke, die berauf geht, die besonders gut ging. Ich merkte, ich hatte noch bedeutend mehr Kraft als erwartet. Diese Beobachtung gab Selbstvertrauen.
Schwer wurden die letzten 20 Kilometer. Ein starker Wind blies von der Seite und bremste mehr als das er half. Doch erstlich, kurz vor 6:00 Uhr erreichte ich die Algodonera El Oasis.
Was nimmt man an so einem Tag zu sich? Es ist wichtig, dass man regelmäßig trinkt, während der Fahrt hatte ich etwa 5 Liter getrunken. Einen Saft, in dem etwas Potasium und anderes gemischt ist, um Krämpfe vorzubeugen.
Das Essen während dem Tag bestand aus Brötchen mit Erdnussbutter und Honig, Bohnen und Bananen.
Um diese Fahrt zu machen, hatte ich für drei Monate von 4 bis 6 Stunden die Woche geübt. Die Beine also waren das Fahrradfahren ziehmlich gewöhnt.
Am Ziel angekommen, hatten Personen der CME Gemeinde ein leckeres Abendessen zubereitet, einen Disco für Tacos.
Überraschenderweise fühlte ich mich am folgenden Tag gut, und hätte schon wieder eine längere Strecke fahren können.
Die Fahrt machte ich aber nicht zum Vergnügen. Es war ein Weg um Geld zu sammeln. Das Studentenkomitee der Steinreich Bibelschule bat mich diese Fahrt zu machen. Sie wollten Geld für mehrere Zwecke sammeln. Sie baten viele Menschen um eine Spende für jedes Kilometer den ich fahren würde. Einige versprachen 5.00 US Dollar pro Kilometer, andere 10.00 Pesos oder auch weniger. Das Geld ging für mehrere Zwecke. Der größere Teil ging für den Bau von einen Gebäude bei der Bibelschule, ein Teil für Kinderheime der Mexikaner, wie zum Beispiel nach La Junta, und ein Teil ging für Chispas, ein Programm, das in mexikanischen Schulen vorgetragen werden soll, um für ein sauberes moralisches Leben aufzufordern.

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