Bald könnten Mennoniten nach Argentinien ziehen

 

Eine Gruppe Interessenten des Landkaufes in Argentinien  kehrten am 30. September von dort zurück.  Wahrscheinlich werden in diesem Jahr noch einige Familien nach Argentinien ziehen, und dort auf dem gekauften Land ansiedeln.
Zwei Zahlungen sind schon gemacht worden.  Bürger aus der Santa Rita Kolonie kauften 9500 Hektar Land, von welchen etwa 900 Hektar schon in Produktion für die Ackerwirtschaft ist.  Der Rest scheint auch gutes Ackerland zu sein, muss nur zuerst gerodet und bearbeitet werden.
Wenn die Familien dorthin ziehen, werden sie wohl zuerst einige Häuser mieten oder in Hotelzimmer wohnen, bis sie eine eigene Wohnung errichtet haben.  Abram Wiebe zum Beispiel hat in Nuevo Galea ein Haus gemietet.
Das Land ist in der Provinz San Luis, in der Nähe von Villa Mercedes.  Es ist eine Gegend, wo man hofft, gut mit Ackerbau vorwärts zu kommen.
Die Gruppen, die das Land besichtigten, haben einen guten Eindruck von den Einwohnern in Argentinien.  Sie sind freundlich und zuvorkommend.  Man hat das Gefühl, dass man gute Nachbarn haben wird.  (Wenn man erst Mate mit ihnen trinkt, weiß man das mit größerer Sicherheit.  In Argentinien trinkt fast jeder Mate, und bietet ihn die Freunde an.)
Auf den gekauften Land sollen Dörfer angelegt werden.  Jede Wohnstelle soll aus 40 Hektarn bestehen.  Wer mehr als die zugemessenen 40 Hektar kaufen will, kann es außerhalb des Dorfes machen.
Um das Land auszumessen, kauft man sich einen sehr geeigneten GPS, mit welchem man das Land schnell und sicher messen kann.
Die meisten Interessenten, die dorthin ziehen wollen, gedenken zu warten, bis das Land ganz vermessen ist, und fertig zum arbeiten ist.
“Bis man weiß, gerade wo ich mein Haus bauen kann,“ meinte ein Bürger, der hinziehen will.
Jetzt ist Frühling in Argentinien.  In dieser Zeit werden die Felder bestellt.  Als Kolonie gedenkt man in diesem Jahr von den schon bereiten Land etwa 700 Hektar einzuackern, und zwar mit Mais, Soja und Sorgo.
Abram Wall, der dort schon seit etwa einem Jahr wohnt, und schon mit einem Gerätschafthandel angefangen hat (er verkauft Gerätschaft nach Bolivien) kümmert sich größtenteils darum, dass dieses Land eingeackert wird.  Durch ihm wird man auch können Gerätschaft kaufen.
Wall wohnt in Villa Mercedez, eine Stadt in der Nähe von dem gekauften Land.
In Argentinien verlangt das Gesetz, dass 25 Prozent des Naturwaldes nicht gerodet werden darf.  Dieses nennt man das grüne Land.  Weißes Land ist das Land, welches schon gerodet wurde.  Von den 9500 Hektarn, die gekauft wurden, ist über die Hälfte weißes Land, welches alles gerodet werden darf.  Doch von den fast 4000 Hektarn grünes Land, dürfen also 1000 Hektar nicht gerodet werden.    Doch als Weide kann man es benutzen.
Das Land liegt etwa 300 Meter über den Meeresspiegel im Vergleich zu über 2000 Metern von der Cuauhtemoc Gegend.

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