Blatz und Hiebert wurden frei gelassen

Benny Blatz und Franz Hiebert aus Paraguay wurden am 5. Februar von den EPP Terroristen in Freiheit gesetzt. Vor über fünf Monaten wurden sie entführt. Die Terroristen hielten sie an zwei verschiedenen Stellen im Wald gefangen. Aber wenn sie auch von derselben Terroristengruppe, der EPP (Ejercito del Pueblo Paraguayo) entführt wurden, hatte es Blatz in Gefangenschaft besser als Hiebert.
Er erhielt regelmäßig einigermassen gut zu essen, außer zwei Mal, als das Essen schlecht war und er Magenkrank wurde. Jeden Morgen erhielt er etwas Warmes, später einen Terere (ein in Paraguay sehr bekannter Tee) wie auch etwas zu Mittag und ein Abendessen. Trotzdem hatte Benny Blatz zwölf Kilos verloren.
Benny und sein Vater waren am 1. September 2017 auf dem Weg zur Arbeit. Der Vater, Peter Blatz fuhr mit einem Mähdrescher. Als er sah, dass bewaffnete Menschen seinen Sohn Benny festnahmen, fuhr er auf sie zu, um zu versuchen, sie wegzuängstigen. Doch diese kamen mit Gewehren auf ihn zu, so dass er wegfahren musste. Sie schossen auf die Reifen, und eine Kugel ging noch ganz nah am Kopf vorbei.
Benny wurde dann zu einer Stelle im Wald gebracht, einige Tage zu Fuß durch die Wildnis. Dort zogen die Terroristen ein Plastik als Dach, unter welchem er schlafen konnte. Doch die Augen wurden ihm verbunden. Um nicht von dem Ungeziefer geplagt zu werden, gifteten die Terroristen um das Lager.
Etwas über eine Woche vorher, am 21. August, wurde Franz Hiebert entführt, als er mit einem geliehenem Traktor einen Sodenschneider vom Feld holen wollte. Die EPP Terroristen zündeten noch den Traktor an.
Hiebert wurde auch in einem Wald gehalten. Er musste jeden Tag auf einem Baumstamm sitzen, wovon er noch Wunden erhielt. Sein Zustand war so schlecht, dass er nach der Freilassung nach Asuncion ins Bautista Krankenhaus gebracht wurde, und da ein paar Tage behandelt wurde. Er hatte sehr an Gewicht verloren.
Im halben Dezember erhielt die Blatz Familie ein Lebenszeichen von ihrem Benny, dass er noch am Leben war. Dieses gab ihnen wieder neue Hoffnung auf ein Wiedersehen.
Seit ein paar Wochen vor der Freilassung wurden Hiebert und Blatz zusammen im selben Lager gehalten, etwa von der Zeit, als Abram Fehrs Leiche gefunden wurde.
Auf dem Begräbnis von Abram Fehr gab Cornelius Penner aus der Manitoba Kolonie eine Bitte über die Nachrichten ab, ob die Terroristen mitteilen möchten, wann Fehr aus dieser Welt geschieden sei. Die Antwort gaben sie an Benny Blatz mit.
Fehr wurde am 8. August 2016 entführt. Das verlangte Lösegeld wurde nicht sofort gezahlt, und am 14. August hörte er auf zu leben. Wie er starb hatten sie nicht gesagt. Später wurde noch etwas Geld für Fehr gezahlt. Ein Mennonit holte das Geld, um es weiter zu geben, doch anscheinend hatten sie es nie erhalten.
Für Blatz wurden jetzt 500,000 Dollar und für Hiebert 750,000 Dollar Lösegeld gezahlt. Dieses musste von einem Flugzeug auf einer gewissen Stelle abgeworfen werden. Insgesamt hat die EPP schon 3,730,000 Dollar in Lösegeld für 12 Entführungen erhalten, und unterhalten damit ihre terroristische Bewegung. Die erste Zahlung von 550,000 Dollar wurde für Fidel Zavales im Jahre 2010 gemacht.
Die Stelle, wo die beiden festgehalten wurden, war einige Tage entfernt. Sie gingen durch sumpfiges Waldland, mussten noch einen Fluss durchqueren. Benny Blatz musste eine schwere Tasche auf dem Rücken und noch Flaschen mit Wasser gefüllt tragen, dass er schon meinte, er würde es nicht schaffen.
Jetzt sind keine Mennoniten mehr in Gefangenschaft. Doch das bedeutet nicht, dass sie nicht in Angst leben, dass wieder jemand entführt werden könnte. Wenn die Sonne untergeht, ist schon niemand mehr auf den Feldern. Die Leute sind dann alle im Dorf.
Was für ein Verhältnis haben die Mennoniten mit ihren Nachbarn? In der Manitoba Kolonie arbeiten ziemlich viele Campesinos, die selber etwas Land, aber nicht Gerätschaft haben. Die Mennoniten tun die Arbeit, für die es große Maschinen braucht. Über 1000 Hektar werden so bearbeitet. Doch der EPP stört dieses. Sie wollen nicht, dass die Mennoniten ihre Nachbarn auf diese Weise helfen. Doch die Campesinos sind auf der Hilfe angewiesen.

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