Straßburg hat einen neuen Brunnen

Der Brunnen von Straßburg, (Kilometer 14) hatte nicht mehr Wasser für das Dorf und für die verschiedenen Einrichtungen wie Altersheim, Unser Hoffnungsheim (Kinderheim) und andere. Man musste das Wasser von Nachbarn kaufen, doch auf die Länge fehlte es an einen eigenen Brunnen.
Vor einigen Wochen wurde ein Brunnen gemacht. Als man etwa 1700 Fuß erreichte, einigte man sich, die Wassermenge zu testen. Solches Brunnentesten ist immer aufregend, die Stunde der Wahrheit. Wird der Brunnen Wasser liefern?
Als die Pumpe gestartet wurde, kam auch bald Wasser, viel Wsaser. Man pumpte 45 Liter die Sekunde (2700 Liter die Minute). Der Spiegel sank nur acht Fuß. Dazu freuen sich die Einwohner des Dorfes natürlich.

Die Manitoba Kolonie will in Gnadenfeld ein Leichenhaus, eine Funeraria bauen

Die Manitoba Kolonie hat sich geeinigt in Gnadenfeld, Campo 2B, ein großes Leichenhaus, eine Funeraria zu bauen.
Dieses ist grundsätzlich für das südliche Ende der Kolonie, von Low Farm südlich.
In dieser Funeraria sollen die verschiedenen Einrichtungen errichtet werden. In der Mitte sollen die kalten Kammern für die Leichen sein. Für jede Leiche ist eine Kammer, die mit einer Wand von der nächsten Kammer getrennt werden soll. Es soll eine Einrichtung geben, die Leiche für den Sarg vorzubereiten. Auch sollen schon fertige Sarge vorhanden sein, damit man nicht zuerst einen Sarg machen muss.
Zudem soll ein großes Zimmer für Singen errichtet werden, wie auch kleinere Zimmer, wo die Familien sich privat versammeln können, wenn sie etwas besprechen wollen.
Die Funeraria soll ein Koloniesprojekt sein, nicht an eine Gemeinderichtung gebunden werden.
Die Dorfschulzen sind gebeten worden, dass Geld für den Bau zu sammeln. Sie sollen jeden Nachbarn fragen, einen Beitrag für den Bau zu zahlen.

Steuer zahlen in der Manitoba Kolonie

Am Anfang von jedes Jahr werden alle Bürger aufgefordert Steuern zu zahlen. So auch in der Manitoba Kolonie. Ob Steuern auf den Hof, pro Fahrzeug, für das Land, auf die Einnahme oder für das Schlachten, es sollen die Steuer gezahlt werden. Grundsätzlich ist der Preis auch derselbe geblieben, sogar beim Predial, den die Regierung fordert. Die Regierung fordert eine Million Pesos mehr als im vorigen Jahr. Doch diese zusätzliche Menge wird anscheinend gedeckt werden mit den neuen Zahlungen für alle Gebäude, die in den letzten paar Jahren gebaut wurden.
Jede Regierung versucht das Predialgeld weit in die Höhe zu schieben. Jedes Mal müssen die Vorsteher neu verhandeln. Und jedes Mal wird vorgelegt, welchen großen Teil der Unkosten die Mennoniten selber tragen, ob Schulbau, Gimnasiobau, Unterhaltung der Wege und vieles andere mehr.

Jeld saumlen fa dit Aultenheim bie Ostawikj

Daut bruckt väl Jeld om soon Aultenheim em dreijen hoolen. Dee Enwona betolen woll fedee jewenelje Kosten so aus Äten, Medizin, Fia un so wieda, uba wann mol waut derchje-oabeit woaren mot, oda doa fält waut entoorechten, dann bruckt daut fuets meeja Jeld.
Doa es ne nieje kolde Kuma enjerecht worden, wua in deel Äten entoofrieren jeit. Korts koften see in groten Boll un schlachten den, daut see mol opp in stotskje lenja Fleesch wudden han. So aus dit kjennen see in deel opp eenmol enkjeepen. Daut es dann billja, un see brucken dann nich so voaken enkjeepen foaren.
Soo fält daut emma aun Veschiednet. Daut es wuarom aum 15. Febewoa ne Jeldsaumlung jeplont es. See wellen doa bie dit Ostawikjsche Aultenheim Äten vekjeepen, un Utroup aufhoolen un noch veschiedne Sachen utlossen.

Die Frau von Cornelius Neustädter und Susana Guenther, Frau von Franz Blatz, sitzen am Tisch, nachdem sie das Vesper genossen haben. Sie wohnen im Altersheim von Osterwick. Frau Neustädter wohnt da seit dem Jahr, als das Heim eröffnet wurde, etwa 12 Jahre.

Doch keine Siedler von Chihuahua nach Angola

In Angola gibt es unendlich viel Ackerland. Über 30 Millionen Hektar könnten beackert werden, das jetzt unbenutzt liegt, nicht einmal als Weide genutzt wird. An den meisten Stellen regnet es genügend, dass man Temporal ackern könnte, und fast überall gibt es Flüsse in der Nähe, wenn man in der trockenen Zeit noch würde bewässern wollen.
Das klingt sehr anziehend für mennonitische Bauern. Doch gibt es mehrere Hindernisse, welche das Interesse dämpfen. Als voriges Jahr eine Gruppe nach Angola reiste, merkte man wieder, wie das ganze System so aufgebaut ist, dass alles unglaublich langsam geht, und dass die Regierungs-männer und einige einflussreiche Männer ihren persönlichen Nutzen ziehen wollen.
Es wäre schwierig, dass Mennoniten sich der Denkweise und Arbeitsweise anpassen würden. Daher ist es sehr unwahrscheinlich, dass Mennoniten von Chihuahua nach Angola ziehen werden.
Die Delegation bat um ein schriftliches Versprechen über die Schulfreiheiten und einiges andere. Die Meinung war sofort, dass dieses kein Problem sei. Doch nach mehreren Monaten hatte man das schriftliche Versprechen noch nicht geschickt, obzwar die angolanische Regierung sich so tat, als ob es ihnen eilte, bis die Mennoniten hinziehen würden.

Berg wird Wegmeister der Manitoba Kolonie

Franz Peters aus Neuenburg hatte seinen 6-jährigen Dienst als Wegmeister beendet. Daher musste für das südliche Ende der Manitoba Kolonie ein neuer Wegmeister gewählt werden. Die Wahl traf auf Willi Berg, Vetter des Vorstehers Willi Berg.
Es gibt viele Wege zu unterhalten. Auch wenn schon viele Straßen asphaltiert worden sind, bleiben noch viele Wege und „Linien“, die unterhalten werden müssen. Es gibt keine genaue Zahl, wieviele Kilometer Wege es alles zusammen gibt, aber es sind Hunderte. Die meisten Dörfer haben etwa 10 Kilometer, aber doch gibt es auch solche die mehr haben.
Die Manitoba Kolonie hat vier Wasserpipas und vier Maintainer, von welchen jeweils drei benutzt werden. Der vierte steht bereit, im Falle eine Maschine zu reparieren fehlt. So braucht die Arbeit nicht liegen bleiben, während die Reparatur durchgeführt wird

Ne kolde Wäakj en Cuauhtemoc

En dissem Winta haft daut woll aul in schoof kolde Nachte jejäft, uba em grooten gaunzen es daut nich in seeja kolda Winta jewast. Väaje Wäakj un disse Wäakj späaden sich uba wada in bät wintaja. Väaje Wäakj Donnadach, den 30. Jauniwoa, schnied daut noch opp in schoof Städen. En Santa Rita un Santa Clara word daut noch sogoa in bät witt.
Disse Wäakj wia daut in poa Doag goot windich, und kjeeld uck noch wada seeja auf. Uba boold es dee Fahrjoa bat hia. Jewesse Sorten Beem send meist bat dem utloten.

Dieses ist der Speicher von Franz Enns Schöndorf (Nr. 115), der in der Nacht vom 13.-14. Januar verbrannte. Der Schwiegersohn Hein Guenther, hatte sich vor kurzem einen Toyota Pickup gekauft und den da hineingefahren. Vermutlich ist das Feuer von dem Pickup gekommen.
Franz Enns hatte seine Tischlerei dadrinnen. Viel Gerätschaft verbrannte. Der Schaden ist so etwa 24,000 Dollar. (Glücklicherweise war Enns in die Brandordnung eingeschrieben, die den Schaden ein Drittel bezahlen werden).
Franz Enns war vor 10 Tagen (bevor dieses passierte) im Krankenhaus. Seine Tochter hatte ihn Besinnungslos im Haus gefunden. Er war für 3 Stunden Besinnungslos gewesen und war ganz unklar gewesen. Er wurde zum Krankenhaus gebracht und untersucht.
Er ist trotzdem immer zufrieden und schaut immer vorwärts.
Foto: Greta Enns de Peters

Neudorf wurde tot im Wasser gefunden

Jacob Neudorf Reimer aus Campo 7 starb an 29. Januar abends. Er presste Stroh ein. Nachmittags fuhr der Eigentümer des Feldes bei Kilometer 36 (Einlage) hin und sah, dass Neudorf schlief. Er fuhr etwa eine Stunde später wieder hin, und noch immer schlief Neudorf im Traktor. Als er um 6:30 wieder hinfuhr, wollte Neudorf gerade in den Traktor einsteigen.
Auf die Bitte, ihn zu seinem Fahrzeug zu bringen hatte er gemeint, er würde mit dem Traktor hinfahren. Als er später am Feld vorüber fuhr, war nichts mehr zu sehen. Doch da er nicht nach Hause kam, fing die Familie an ihm zu suchen. Sie fanden den Traktor in ein Wasserloch gefahren, doch war Neudorf nirgends zu sehen.
Man schleppte den Traktor heraus und suchte auch im Wasser nach Neudorf, wo seine Leiche um 11:30 gefunden wurde.
Neudorf hatte ein Alter von 48 Jahren. Seine Frau ist Sara Wiebe Goertzen. Sie heirateten am 4. September 1994. Neudorfs haben 5 Kinder, einen Jungen und vier Mädchen, im Alter von 24 bis 12 Jahre.

Mit diesem Traktor fuhr Jacob Neudorf Reimer in eine „Tajo“ Wasserloch, wo er tot gefunden wurde.
Dieser 3420 John Deere Traktor von Johan Loewen Peters Kilometer 28 am Corredor Comercial Manitoba verbrannte am 28. Januar. Der Traktor fing an zu bremen während er auf dem Hochweg fuhr. Nachbarn kamen noch mit Feuerlöscher, doch konnten sie das Feuer schon nicht löschen. Vermutlich wurde das Feuer von einem Kurzschluss bei einem Draht verursacht.

3-monatiges Baby verlor das Leben im Unfall bei Valle La Esperanza

Prediger Abram Knelsens aus Valle La Esperanza verunglückten mit diesem Fahrzeug als sie auf dem Weg zum Begräbnis in Hochfeld waren. Ihre Tochter Diana von 3 Monaten verlor ihr Leben in diesem Unfall.

Auf dem Weg zum Begräbnis erlitten Abram Knelsens einen Unfall, in welchem ihr Mädchen von 3 Monaten ihr Leben verlor.
In Hochfeld starb ganz plötzlich Andres Peters Knelsen. Seine Eltern waren „doppelt“ Geschwister mit Prediger Abram Knelsens aus Valle La Esperanza, Suecos. Knelsens und ihre acht Kinder wollten alle zum Begräbnis. Sie fuhren mit zwei Fahrzeuge. Als sie bis an den großen Hochweg (Chihuahua – Juarez) kamen, verunglückte das Fahrzeug, in welchem Knelsens waren, mit einem Semitrailer. Frau Knelsen erlitt einige Verletzungen, und das 3-monatige Baby starb an Verletzungen.

Redekopp verlor sein Bein in einer Hammermühle

Johan Redekopp aus Hochstädt (Campo 7) von Nuevo Ideal, Durango, schrotete Futter für das Vieh, als sein Bein in die Hammermühle geriet.
Sein Bein wurde von den Hammern der Mühle gefasst und hingerissen. Mit aller Mühe könnte Redekopp sich halten dass er nicht weiter in die Mühle gerissen wurde. Etwa drei Zoll unter dem Knie riss das Bein ab.
Redekopp schrie um Hilfe, während er sich hinunterwarf und den Traktor anhielt. Die Nachbarn hörten die Hilferufe und eilten zur Stelle. Redekopp wurde nach Durango ins Krankenhaus gebracht, von wo er am 18. Januar entlassen wurde.
Johan Redekopp ist der Sohn von Peter Redekopps, ist verheiratet und hat vier Kinder.