Ein Stückchen Heimat in Kolumbien

In Kolumbien gibt es immer mehr Mennonitensiedlungen. Ob Florida, Liveney, Australia, Los Venados, San Jorge, oder Pajuil, es gibt immer mehr Ländereien, die gekauft und in Ackerland verwandelt werden.
Doch wenn man in ein fremdes Land zieht, denkt man oft zurück an die Heimat, und vieles wird vermisst. Vieles aber muss man halt eben annehmen, dass es anders ist, besonders das Wetter. Eine heiße Weihnachten zu verbringen fühlt sich anfänglich fremdartig an, doch man gewöhnt sich daran. Vielleicht singt man nicht mehr Leise rieselt der Schnee oder Schneeflöckchen, aber doch Stille Nacht und O du fröhliche.
Doch die Mahlzeiten, die möchte man nicht ganz verändern. Vieles kann man selber machen, wie zum Beispiel Nudelsuppe. Die Hühner schmecken in Kolumbien genau so wie in Mexiko. Auch die Kartoffeln schmecken halt eben wie Kartoffeln. Und die Quesadillas und Tacos kann man doch auch zu Hause zubereiten.
Aber, Oh weh, da zu fehlen doch die Tortillas, und die kennt man in Kolumbien nur aus Geschichtsbücher oder aus Rezepten.
Den mexikanischen Mennoniten fehlt es aber sehr an Tortillas. Daher einigte sich Pancho Kroeker eine Tortillamaschine aus Mexiko zu bestellen. Johan Kroekers haben es sich übernommen, einmal pro Woche Tortillas zu machen. 80 Kilos machen sie. Sie bringen die nach Liveney, wo ein Laden ist. Da werden die Tortillas an Kunden aus den verschiedenen Kolonien verkauft.
Die Kolumbianer kennen die Tortillas nicht, und zeigen auch nicht ein großes Interesse, sie kennen zu lernen. Bestimmt besteht die Möglichkeit, sie in den nächsten Jahren kennen zu lernen. Es würde sich besser lohnen Tortillas zu machen, wenn man etwas mehr herstellen könnte.
Tortillas bedeuten ein Stückchen Heimat in der Fremde.

Unter dem Dach, beim Gebäude wo die Tortillas in Liveney Kolumbien gemacht werden, wiegen Nelly Dyck, Frau von Pancho Kroeker, und Adina Wiebe die Tortillas ab und packen sie ein.
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