Fische und Mücken in Paraguay

Die Osterferien verbrachten wir als Familie in Paraguay, um Verwandte und Freunde zu besuchen. Das letzte Mal als wir Paraguay besuchten, war vor sieben Jahren. Da meine Verwandten, die in Paraguay wohnen, fast alle im Chaco sind, waren wir eigentlich auch nur im Chaco. Ich möchte hier ein paar Bemerkungen zu dem Besuch machen.
Wenn man eine Reise macht, um zu besuchen, gibt es viel weniger zu berichten, als wenn man eine Reise macht, um Nachrichten oder Berichte zu sammeln, doch bemerkt man Verschiedenes, das von Allgemein-interesse sein könnte.
Als Überschrift für diesen Artikel stellte ich Fische und Mücken. Dieses sind die zwei Themen, die auf dieser Reise ihre Spuren machten. Der Chaco ist bekannt als eine Gegend, wo es viele Fische gibt, doch ist es eine Beschäftigung, die viele Menschen zum Zeitvertreib machen, und die unserer Familie auch als gute Erinnerung geblieben ist. Für die meisten unserer Familie war es das erste Mal, das sie fischten, und innerhalb der ersten halben Stunde hatten unsere beiden Jungen schon jeder einen Fisch gefangen.
Viele Menschen fragten, ob wir Veränderungen in den Kolonien bemerkten. Selbstverständlich gab es neue Bauten, vergrößerte Einrichtungen und mehr Verkehr, doch die größte Veränderung sah man in der Natur. Vor sieben Jahren war es sehr trocken, doch in den letzten Jahren hat es viel geregnet. Überall ist es grün, die Bäume haben gewachsen, die Höfe sind zuge-wachsen“.
Für unsere Jungen war das Fischen eine der Lieblingsaktivitäten, doch was hat Fischen mit der Entwicklung der Chaco Kolonien zu tun? Früher konnte man nur an wenigen Stellen im Chaco fischen. Man machte längere Fahrten, um zu fischen. Doch heute kann man in der Kolonie an vielen Stellen fischen. Das hat mit der Lösungssuche für Wasserknappheit zu tun. Die Viehwirtschaft ist die Haupteinnahme der Menschen im Chaco. Doch in trockenen Jahren ist es immer wieder eine Herausforderung, Wasser für das Vieh zu haben.
Die Viehzüchter haben große Einrichtungen zur Wassersammlung gemacht. Das Regenwasser wird in großen Löchern (Tajos) gesammelt und in Tanks, von Erde aufgeschüttet, hineingepumpt. Von diesen Tanks fließt das Wasser dann in Tröge, in die Viehtränken. Mit solchen Einrich-tungen hat man dann auch in den trockenen Jahren Wasser.
In diesen Wasserlöchern sind Fische, viele Fische, und sehr viele Menschen machen öfters Ausflüge als Familie oder mit Freunden, um zu fischen und um Gemeinschaft zu haben. Man kann daher sagen, dass das Fischen ein Symbol für den Fortschritt der Kolonien im Chaco ist, aber noch mehr ein Symbol dafür ist, wie man gelernt hat, Lösungen zu suchen, denn Wasser-knappheit ist das größte Problem in trocknen Jahren.
Aber wenn der Regen ein Segen für die Gegend ist, wird er von den ungewünschten Mücken begleitet. Viele Turisten, die sich draußen im Freien aufhalten, werden von so viel Mücken gestochen, dass es später so aussieht, als ob sie Windpocken haben. Manch einer sitzt und kratzt sich oder wacht nachts auf, weil es überall juckt, wo Mücken gestochen hatten.
Da in Paraguay, auch in den Kolonien im Chaco schon viele Menschen an den Dengue Fieber erkrankt sind, befürchtet man, von dieser Krankheit betroffen zu werden.

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