Sollte man den Chor der Mennoniten aus Angola einladen?

Der Mennonitenchor der Mennonite Community Church von Luanda, Angola sang einige Lieder auf einem speziellen Gottesdienst, wo die Vertreter der verschiedenen Gemeinden zugegen waren. Sie sangen begeistert und aus Überzeugung mit gewaltigen Stimmen, die man nicht erwartet hatte. Etwa 20 Prozent der Erwachsenen der Gemeinde sang im Gemeindechor, und andere 20 Prozent der Frauen sang im Frauenchor. Es war mitreißend sie anzuhören. Die hohen Frauenstimmen und die kräftigen tiefen Männerstimmen füllten die Kirche.

Die Mennonitengmeinde (Mennonite Community Church) aus Luanda, Angola, hat einen Chor aus etwa 25 Ländern. Sie singen mit Schwung, Begeisterung, und haben gewaltige Stimmen. Es ist herzziehend sie anzuhören. Einen Chor, der so mitreißend und begeistert sing, sollte jederman anhören. Man wird tief bewegt. Sollte man solchen Chor mal einladen, nach Mexiko zu kommen? Sie sind bereit. Doch sind es arme Leute, die nur knapp zu leben haben. Man würde ihnen die Reise bezahlen müssen.
Doch wäre es das nicht lohnenswert, ihnen anzuhören und Mennoniten aus dem Land kennen zu lernen, wo mexikanische Mennoniten möglicherweise hinziehen könnten?

Angolaner, die ihre ruhige Lage annehmen

Die Sonntagschüler der Mennonite Community Church von Angola sangen mit derselben Begeisterung wie die Erwachsenen ihrer Gemeinde. Sie scheinen alle die Gabe des Singens erhalten zu haben.
Mandioka (Yucca) ist eine der Hauptnahrungsmittel in Angola. An sonnigen Tagen sah man an vielen Stellen geriebene Mandioka, die zum trocknen am Weg hingestreut worden war. Diese junge Frau ist eben dabei, die Mandioka zu zerstreuen.
Diese Frau in Angola pflückt Bohnenblätter für einen Salat. Als ein paar Männer aus der Gruppe sich ihr näherten, konnte man merken, wie verunsichert sie sich fühlte. Wahrscheinlich misstraute sie Fremde weil sie im Krieg niemals wusste, wer der Feind war. Doch als man sie ansprach und von den Freioles (Frijoles) und Mandioka sprach, wurde sie gesprächig und bedankte sich für den Besuch.

Angolaner, die ihre ruhige Lage annehmen

Vertreter aus Angola behaupten, dass ihre Menschen friedlich sind. Welchen Eindruck hatten die Gruppe Mennoniten, die dieses Land besuchte? Der erste Eindruck war, dass die Frauen sich mehr anstrengen zu arbeiten, als die Männer. Dollarwechselr an den Straßen waren Frauen. Wenn etwas getragen wurde, machte dieses die Frau, und meistens trug sie die Last (Früchte, Holz, Gastank, usw) auf ihrem Kopf.
Man sah auffahlend viele Männer am Straßenrand unter Bäumen oder Dächer sitzen. Dieses lag aber wohl auch großenteils daran, dass es wenige Arbeitsstellen im Land gibt. Schon seit vor den Kriegen war es so, dass es zu wenige Arbeitsstellen gab, und während den Kriegen wurden viele Arbeitsstellen noch zerstört. Die Männer haben diese Lage angenommen und haben nicht den Trieb, um sich produktiv zu beschäftigen. Sie sind selbstzufrieden und ein selbstzufriedenes Volk ist meistens friedlich, wie es die Angolaner zu sein scheinen, aber sie streben auch nicht aufwärts. Sie sind abhänig davon, dass sie von anderen motiviert, oder angestellt werden.
Dass die Frauen die Lasten tragen ist teilweise entstanden, als sie noch in Wildnissen lebten. Die Frauen mussten die Sachen tragen, und die Männer waren stets bereit sich zu wehren, wenn sie angegriffen wurden. Diese Einstellung hat sich noch nicht ganz verändert.
Wenn Personen der Mennoniten jemand ansprach, waren sie stets freundlich und versuchten zu helfen, so gut wie möglich. Niemals gaben sie das Gefühl, dass die Besucher nicht gewünscht waren. Im Gegenteil, sie strengten sich an zu helfen, wie immer sie konnten.
Doch merkt man aber, dass einige Personen noch etwas misstrauisch auf Freunde sind, da sie während den Kriegen oft überfallen wurden.
In einem Fall gingen zwei Männer aus der Gruppe auf ein Feld, wo eine Person arbeitet. Sie wollten sich mit der Person über die Ackerei unterhalten. Als sie näher kamen, konnten sie sehen, dass es eine Frau war. Diese fing an, langsam zur Seite des Feldes zu gehen, um weglaufen zu können. Doch als die beiden Männer sie ruhig ansprachen und fragten, was sie gepflanzt hatte, beruhigte sie sich und beantwortete gerne die Fragen, so gut es wegen der Sprache ging. Sie verstand nur Portugisisch und die Männer aber nur wenig. Als die Männer zurück zum Fahrzeug gingen, kam sie hinterher und bedankte sich.
Solche Erfahrungen könnte man noch mehr erzählen. Nicht ein einziges Mal hatte man Ursache, sich unsicher zu fühlen. Als die Gruppe in einem Fall zur Kontrolle angehalten wurde, und dem angolanischen Fahrer dieses etwas störte, kam eine Beamte zum Fahrzeug und sagte zu den Mennoniten: Macht euch keine Sorge. Ihr seid nicht in Schwierigkeiten. Es ist nur eine gewöhnliche Kontrolle. Die Polizisten waren höflich und machten keinerlei Anstalten, dass sie ihre Macht zeigen mussten.

Freiwillige machen ein Mittagessen für die Heime in der Manitoba Kolonie

Zwei Ehepaare einigten sich für alle Heime der Manitoba Kolonie am 25. Dezember das Mittagessen zu machen. Sie machten Tortas und Nudelsuppe, eine Mahlzeit, die nicht sehr viel Arbeit macht, wenn man die Nudeln und Brötchen schon fertig hat.
Um die Kosten zu bezahlen, fragten sie einigen Personen um Mithilfe. Die Gaben waren so gut, dass noch ziemlich viel Geld übrig blieb. Für dieses Geld, über 20 000 Pesos, kauften sie Lebensmittel für das Unser Hoffnungs-heim ein. Dieses Heim war sehr dankbar für die Unterstützung.
Die beiden Ehepaare, die ihre Namen nicht möchten veröffentlicht haben, sprachen auch ihren Dank für die willige Unterstützung aus. Man macht die Arbeit mit Freuden, wenn solche Unterstützung zu fühlen ist.
Die Heime, wo am Weihnachtstag das Mittagessen soll geboten werden, sind das Pflegeheim 2B, die Altersheime von Kilometer 14 und Campo 18, wie auch der Friedensplatz.

Feuchtigkeit verhindert Strohverbrennen

Die Vorsteher hatten sich mit den Autoritäten geeinigt, an welchen Tagen die Bauern das Stroh von ihren Feldern abbrennen durften. Es wurde gewünscht, dass so wenig Stroh wie möglich verbrannt wurde, doch solche, die der Meinung waren, für sie gab es keine andere Lösung, konnten dann eine Erlaubnis erhalten.
Doch es regnete im Dezember mehrere Male, so dass das Stroh zu feucht war, um es zu verbrennen. Die meisten Bauern, die das Stroh verbrennen wollten, haben es nicht getan.
Was jetzt? Die Vorsteher wollen sich mit den Autoritäten treffen um zu sehen, ob sie im Januar noch einmal eine Gelegenheit geben werden, das Stroh zu verbrennen. Es hängt also davon ab, ob man sich einigen kann.

Angola hat viele Möglichkeiten für Mennoniten

In Angola gibt es viele Möglichkeiten mit Gemüse, das in Grünhäuser gezogen wird. Verschiedene Tomaten, Gurken und verschiedenes mehr. Der Absatz scheint sehr gut zu sein.
Anscheinend gibt es in dieser Gegend in Angola nur selten Unwetter mit Sturm. Man sieht überall Häuser mit Blech gedeckt, und das Blech nur mit dem Gewicht von kleinen Steinen oder Ziegeln nieder gehalten. Die tropischen Stürme bilden sich auf dem Atlantischen Meer westlich von Afrika und ziehen westlich, weg von Afrika nach Amerika.

Angola hat viele Möglichkeiten für Mennoniten

Die Gruppe von sieben Männern aus der Cuauhtemoc Gegend, die auf Einladung nach Angola reiste, hat die ersten Eindrücke geholt. Hier sind die Eindrücke kurz zusammen gefasst.

  1. Angola hat sehr viel Land, das für Ackerbau geeignet ist. Es ist sehr gutes Land, und in den meisten Gegenden regnet es genügend, um „temporal“ zu ackern. Aber es gibt auch sehr gute Möglichkeiten zum bewässern, wo dieses notwendig sein sollte.
  2. Es gibt große Gegenden, wo noch nichts oder wenig geackert wird. Einige Provinzen sind ziemlich angelegen sollen aber sehr gut für Ackerbau sein. Die meisten dieser Gegenden wurden nicht von der Gruppe besucht, aber es wäre gut, dieses zu machen, bevor Entscheidungen gemacht werden.
  3. Die Regierung von Angola bietet das Land kostenlos an. Die Bauern würden zwar ein bisschen Steuer zahlen müssen, doch nicht das Land bezahlen müssen. Für alle Tramites, Unkosten bei Licenciados und Notarios die Papiere fertig zu machen, würde man aber doch zahlen müssen.
  4. Angola ist weit entfernt. Um dort anzusiedeln, würde es ratsam sein, dass eine größere Gruppe hinziehen würde, um sich gegenseitig aushelfen zu können. Es müssten genügend Mennoniten hinziehen, dass es lohnenswert sein würde, eine Schule, Kirche, Geschäfte und anderes aufzubauen, auch Talleres, Tischlereien und andere Dienste müssten geboten, da Angola nur wenig von diesen zu bieten hat.
  5. Mit den einheimischen Einwohner fertig zu werden ist eine wichtige Voraussetzung. Die Regierung von Angola erwartet von Ansiedlern, dass sie geplant so arbeiten, dass die Produktion im Land verbessert wird, aber auch ganz besonders, dass die Angolaner sich entwickeln, indem sie Arbeitsstellen finden, eigene Geschäfte aufbauen oder sonstwas, um ihre Einnahmen zu verbessern und mehr zu lernen.
  6. Mennoniten sollten sich fragen, ob es ein gottgewollter Ruf ist, nach Angola zu ziehen. Es gibt wenige Länder in der Welt wo so viele Möglichkeiten geboten werden, sich wirtschaftlich zu entwickeln und zugleich einer armen Gesellschaft zu helfen, in allen Hinsichten zu vorwärts zu kommen.
  7. Angolaner sind nicht razistisch. Im Gegenteil, sie sind friedliebend. Sie nehmen andere an, wollen aber auch angenommen werden.
    Da viele noch an den Gewalttätigkeiten des Krieges leiden, sind einige noch misstrauisch fremden Leuten gegenüber. Aber sobald sie wissen, mit wem sie zu tun haben, sind sie vertrauensvoll.
  8. Die Sicherheit in Angola ist laut den Autoritäten in Angola besser als in sehr vielen Ländern. Da es dort keine organisierte Drogenbanden, wie sie es in Kolumbien oder Mexiko gibt.
  9. Es gibt einige Nachteile. Viele Landstraßen (Higways) sind nicht in sehr guter Ordnung, und in vielen Gegenden gibt es noch keine asphalitierten Landstraßen. Ähnlich ist es mit der elektrischen Stromversorgung. Doch Brennstoffe sind dort über 50 Prozent billiger als in Mexiko, und man könnte billig eine Stromerzeugungs „Plant“ haben.
    Auch gibt es die Möglichkeit, selber , als Kolonie, ein Stromerzeugung mit Wasserantrieb (Presa) zu errichten.
  10. Die portugisische Sprache ähnelt etwas der spanischen Sprache, ist zur selben Zeit doch ganz verschieden, da die Aussprache vieler Wörter sehr verschieden sind. Doch auch die Sprache kann man erlernen.
  11. Beide, die Regierung wie auch die Bevölkerung wünschen, dass Mennoniten in ihr Land ziehen, weil ihnen die Lebensweise der Mennoniten interessiert, nämlich selber hinziehen (nicht nur andere schicken) selber arbeiten und selber die Gegend aufbauen.
    Mit dem Motto „Wenn es mir gut geht, soll es dir auch gut gehen, und wenn du mir hilfst, sollst auch du einen Nutzen davon haben“ wünschen sie, dass die Mennoniten arbeiten.
    Ihnen interessiert, auch die Einstellung dass die Mennoniten sich nicht in der Politik in Regierungsange-lenheiten mischen, sondern friedliebend arbeiten. Besonders weil vor nur wenigen Jahren der Krieg zu Ende gebracht wurde, wollen sie Menschen, die in Frieden leben und arbeiten wollen.
  12. Auch die Mennoniten (schwarze Angolaner, welche den Glauben angenommen haben, der ihnen von mennonitischen Missionaren gebracht wurde (es gibt über 33,000 davon) hoffen, das weiße deutsche Mennoniten nach Angola ziehen werden.

Informationssitzungen über Angola

Es gibt in Angola mehrere Vertretungen von Firmen, die Traktore und Landwirtschaftsgeräte verkaufen. Da die Landwirtschaft während dem Revolutionskrieg so sehr gelitten hat, verkaufen sie verhältnismäßig wenig. Die Preise für neue Traktore sind etwas teurer als in Mexiko, gebrauchte werden kaum zum Verkauf angeboten.
Nicht immer aß die Gruppe, die Angola besuchte, in Restaurants. Manchmal war die Natur so verlockend, dass man es vorzog, eingemachte Fische oder Würtschen im Laden zu kaufen, und in der Natur, unter einem Baum zu essen.

Informationssitzungen über Angola

In vielen Siedlungen in Angola gab es Ziegen, die frei umherliefen und gerne auf dem Asphaltweg waren. Doch liefen sie immer vom Weg, wenn sich ein Fahrzeug nährte. Eine Ziege nutzt das Wasser in dem Schlagloch, um zu trinken.

Die Gruppe Männer, die vorigen Monat Angola besichtigten und sich dort mit Regierungsmännern trafen, wollen im Januar zwei Informations-sitzungen geben. Sie wollen Bilder aus Angola zeigen und erzählen, was sie dort gesehen und erfahren haben, wie auch Ideen über eine Mögliche Ansiedlung dort geben.
Alle Interessenten sind sehr eingeladen, zu diesen Sitzungen.
Sonnabend, den 19. Januar um 9:00 Uhr morgens in Campo 79 im Kolonieshaus.
Sonnabend, den 26. Januar um 9:00 Uhr morgens in Campo 6 1/2 im Kolonieshaus.

Abendessen für die Gefangenen in Cuauhtemoc

Dieses sind die Mennoniten, die den 326 Gefangenen eine Mahlzeit zu Weihnachten machte und ein Weihnachtsprogramm brachte. Einige Gefangene gesellten sich zu ihnen um auf dem Bild zu sein. Die Mennoniten sind, von links:Ruth Peters de Siemens, Anna und Johan Neufeld, Abram und Lisa Loewen, Susie und Abram Harms, Jacob Friesen und Abe Neufeld.