Viele Mennoniten haben sich am Men´s Encounter beteiligt

Ein Treffen von 48 Stunden, das ist woraus das Men´s Encounter besteht. Vor weniger als zwei Jahre fand das erste Encounter in Mexiko statt. Die Teilnahme war so gut, dass immer mehr solche Treffen organisiert wurden, und jetzt schon 14 stattgefunden haben, einschließlich in Chihuahua, Durango und Campeche.
Was ist es für ein Treffen, dieses Men´s Encounter? Diese Frage stellte ich David Wiebe, Koordinator der Treffen unter Mennoniten in Mexiko.
Diese Art Treffen für Männer wurde in Europa angefangen. Da es dort guten Anklang fand, wurde die Idee nach Amerika gebracht. Bald kamen auch einige Mennoniten mit diesen Treffen in Kontakt. Johnny Berg aus Kansas, der vorigen Monat sein Leben im Unfall verlor, war einer der ersten Mennoniten, der sich daran beteiligte.
Im Jahre 2016 fuhr eine Gruppe von sechs Mennoniten aus Mexiko nach Capitan, New Mexico, um dort an einem Men´s Encounter teilzunehmen. Im März 2017 fuhr bereits eine Gruppe von 40 Mennoniten nach Wichita Falls, Texas. Die Organisatoren waren so beeindruckt von dieser Beteiligung, dass sie es ermöglichten, schon im selben Jahr im September in Huapoca, Chihuahua, ein Treffen organisierten. Seitdem haben noch weitere 13 Treffen stattgefunden. Jedes Mal beteiligen sich etwa 100 Personen.
Worum geht es auf so einem Treffen? Die Antwort ist einfach. Man soll Gott begegnen und Freiheit in Christus erlangen können.
Wer soll sich angesprochen fühlen? Männer, die etwas in ihrem Leben verändern wollen, oder Veränderungen ändern wollen, oder Veränderungen in der Familie haben möchten. Männer, die sich verloren oder in Schmerzen befinden, solche die ohne Richtung leben oder sich einsam fühlen. Männer die mehr von Gott in ihre Leben merken wollen.
Auf so einem Treffen werden eine Reihe von Reden gehalten, wie auch tiefgreifende Zeugnisse aus dem Leben von Männer die eine Begegnung mit Gott gemacht hatten. Außerdem wird gesungen und gebetet. Das Ziel ist, den Männern, die Gott noch nicht kennen, zu erklären, was es bedeutet, mit Gott zu wandeln und die Freiheit in Christus zu erlangen.
Klingt dieses nicht nach einer Religion? Im Gegenteil, erklärte Wiebe. Die Bibel und die Nachfolge wird erklärt, doch es wird betont, dass jeder in seiner Gemeinde die Gemeinschaft mit Gott und anderen Gläubigen pflegt.
Damit solche, die auf dem Treffen die Entscheidung machen, ein neues Leben anzufangen, auch solche Gemeinschaft pflegen können, werden regelmäßige Gemeinschaftstunden organisiert, wo man sich gegenseitig aufbaut. Dieses ist die Nacharbeit, welche die Organisatoren für sehr wichtig halten.
Viele Menschen haben ihre Bedenken über die Men´s Encounter. Sie glauben, es gibt zu viel Geheimtuerei (Plitscharien). Doch diese geheimen Sachen sind einfach kleine Überraschungen, man könnte auch sagen, Geschenke an die, die eine Entscheidung machen. Kleinigkeiten über die man sich nicht aufregen sollte.
Der Gesang und die Musik ist kritisiert worden. Anfänglich benutzte man mehr die Gesangart aus den USA, doch in den letzten Monaten wurde der Gesang mehr den Teilnehmern angepasst, meinte Wiebe.
Die Encounter werden von neun Männern geplant. Aber es gibt auch solche Treffen für Frauen, und möglicherweise auch Ehepaare in naher Zukunft.
Jeder Teilnehmer soll sich auf den Treffen angenommen fühlen, aber nicht seine Sünden oder schlechten Angewohnheiten. Es geht darum, dass ein jeder das Gefühl erhält, dass er vor Gott wertvoll ist.

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